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Eine Landschaft und ihre verborgenen Schätze
A landscape and its hidden treasures

Matthias Buß

Galenbecker See

Galenbecker See

Tiffany Tabbert

Eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands

In einem kleinen Dorf in Ostvorpommern wird es in der Herbststille plötzlich laut. Sie kommen wieder. Genau wie jedes Jahr im Oktober. - Kraniche! Abertausende Fliegen zum angestammten Rastplatz am Galenbecker-See. Es ist ein Paradies für Ornithologen, denn hier sind nicht nur Kraniche zu finden. Auch Seeadler, Blaukelchen und Eisvögel trifft man - mit etwas Glück.
Blick auf den Galenbecker See
Blick auf den Galenbecker See

Doch nicht nur Vogelforscher kommen auf ihre Kosten. Ein gut ausgeschilderter Pfad erklärt die Pflanzen- und Tierwelt. Bei Zeiten läuft eine Bache mit ihren Frischlingen durch die Wiesen. Nicht ganz ungefährlich ist auch die Kreuzotter. Zum Glück sind Schlangen scheu!

Zum Naturschutzgebiet wurde der Galenbecker-See schon 1938 erklärt und gehört damit zu den ältesten in Deutschland. Im zweiten Weltkrieg wurde der Flachsee, der eine durchschnittliche Wassertiefe von 75 cm aufweist, als Kampfgebiet für Bomberpiloten genutzt. In den 1960er Jahren wurde ein Karpfenintensivgewässer eingerichtet. Daraufhin verschwanden einige Algenarten und der See wurde stark überdüngt. Seit 1990 relativiert sich die Situation allerdings, denn die Karpfen wurden wieder abgefischt und es wird für Frischwasserzuflüsse gesorgt.

Unweit vom See findet sich auch eine kleine Burgruine aus dem 14. Jahrhundert, die einzige in Deutschland erhaltene Tanzlinde und ein Fischerfachwerkhaus aus dem Jahre 1750 das zum Rasten einlädt. 

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Fotos: Vorschaubild, Bolle Lehmann, gemeinfrei

Foto im Text, Blick auf den Galenbecker See, (CC BY-SA 3.0)

Galenbecker See


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