Mecklenburg Vorpommern Lese

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Sesenheimer Liebeslyrik

Florian Russi

Während seines Studiums in Straßburg lernte Johann Wolfgang von Goethe die Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und Goethe wurde durch Friederike zu wundervollen Gedichten angeregt.

Einige von ihnen (Heideröslein, Mailied, Willkommen und Abschied u. a.) zählen zu seinen besten und beliebtesten überhaupt. In diesem Heft sind sie vorgestellt und mit Bildern und Erläuterungen angereichert.

Musische Schlossgärten Mecklenburgs

Musische Schlossgärten Mecklenburgs

Dörte Suhling

Inseln der Muse

Lange Zeit standen sie weitgehend unbeachtet im Schatten der sie umgebenden Landschaft: die musischen Schlossgärten Mecklenburgs. Heute sind diese „Inseln der Muse", die sich von der Ostsee quer durch das Land bis hin zur Grenze zu Brandenburg verteilen, nicht nur für Gartenliebhaber und Naturfreunde ein beliebter Ort zum Verweilen, Entdecken, Entspannen, Genießen und Innehalten. Über 2000 dieser Schlösser und Herrenhäuser gibt es im Norden Deutschlands. Viele von ihnen wurden unter Denkmalschutz gestellt. So auch die Schlösser der mecklenburgischen Herzöge, allesamt von reizvollen Gärten und verträumten Parks am Wasser umgeben. Saniert und restauriert erstrahlten diese Erbstücke der Gartenkunst Mecklenburgs heute in neuem Glanz und stehen der Öffentlichkeit als Hotels, Restaurants, Konzertstätten, Galerien oder Museen zur Nutzung zur Verfügung.

Schweriner Schloss
Schweriner Schloss

Als „Neuschwanstein des Nordens" wird das Schweriner Schloss auch bezeichnet. Die auf einer 150 Quadratmeter großen Insel im Schweriner See auf der Resten einer slawischen Burg errichtete Residenz der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin wirkt auch heute noch wie ein Märchenschloss. Prachtvolle Säle und Wohnräume, verziert mit wertvollem Marmor und kunstvoll gestalteten Fußböden, beeindrucken die Besucher ebenso wie die unzähligen, mit Blattgold überzogenen Türmchen auf den Dächern der einzelnen Schlossteile.  Ebenso beeindruckend wie das Schloss selbst der Schlossgarten. Die am Ufer des Schweriner Sees gelegene Anlage ist über eine gusseiserne Brücke mit der Schlossinsel verbunden. Der Garten ist deutlich älter und größer als der Burggarten direkt am Schloss. Nach den Vorgaben und Entwürfen des bekannten Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné wurde der Park in der Mitte des 18. Jahrhunderts vom Hofgärtner Theodor Klett als Barockgarten mit englischen Einflüssen umgestaltet.  Heute ist der Schlosspark ein Teil der Stadtparkanlagen Schwerins und zog im Rahmen der Bundesgartenschau 2009 zahlreiche Besucher in seinen Bann.

Schloss Bothmer ist die größte barocke Schlossanlage Mecklenburgs und liegt zwischen der Ostsee und der Kleinstadt Klütz. Die im Jahre 1726 erbaute Anlage fasziniert u.a. durch die zum Schloss führende, etwa 250 Meter lange Allee, die spalierartig von aus der Bauzeit stammenden Linden gesäumt wird. Wunderschön ist auch der Landschaftsgarten, der mit Wassergraben und verschiedenen Wegachsen um das Schloss herum angelegt wurde. Die Schlossanlage Bothmer bietet im Sommer einen festlichen Rahmen für Veranstaltungen und Konzerte der „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern". Zu Pfingsten 2015 soll das Schloss nach umfangreicher Sanierung und Restauration wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Schloss Güstrow
Schloss Güstrow

Auch Ludwigslust und Güstrow gehören zu den ehemaligen Residenzstätten mecklenburgischer Herzöge. Das Barockschloss Ludwigslust ist bekannt für seine Wasserkünste, die sich quer durch den Schlosspark ziehen und von Brücken und kleineren Wassersprüngen umrahmt werden. Höhepunkt ist eine Kaskade, die sich zwischen imposanten Sandsteinfiguren hindurchschlängelt. Jedes Jahr findet im Schlosspark ein Fest statt, bei dem Künstler bei Theater-, Musik- und Feuerwerksvorführungen ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Auch der Park des barocken Schlosses von Güstrow lädt zum Schlendern ein. Die liebevoll angelegten Lavendelbeete, Schatten spendende Hainbuchenlaubengänge und der das Schloss umgebende Wassergraben gehören zu den attraktiven Details des wunderschönen Schlossgartens.

Schloss Wiligrad ragt wie eine Waldlichtung aus seinem umgebenden schützenden Park am Steilufer des Schweriner Sees heraus. Als eines der jüngsten Schlösser Mecklenburgs wurde das Ensemble Ende des 19. Jahrhunderts im Stil der Neorenaissance errichtet. Zwischen den Buchen des Schlosswaldes sind sehr seltene Baumexoten zu finden. In Blickweite des Schweriner Schlosses führen musisch inspirierte Waldwege hinunter zum See. Die ehemalige Schlossgärtnerei wird heute ökologisch bewirtschaftet und lädt Besucher zu Kaffee und Kuchen ein. Der im Schloss ansässige Kunstverein organisiert  ganzjährig zahlreiche Ausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen.

Die Reihe von einzigartigen und faszinierenden Gärten, Parks und Grünanlagen rund um Schösser, Herrenhäuser und Gutshöfe in Mecklenburg ließe sich beliebig fortsetzen. Viele verschiedene „Musen" haben hier ihre Spuren hinterlassen, die sich heute wieder entdecken lassen: im Mueßer Dorfschullehrergarten, am Landgestüt von Redefin, inmitten des Klostergartens von Rehna oder im Englischen Landschaftsgarten Dammereez. Damit die Schönheit dieser natürlichen Kostbarkeiten vielen Besuchern und Gästen zu Augen und Ohren kommt, gibt es inzwischen eine Vielzahl von speziell ausgezeichneten Gartenrouten, die quer durch Mecklenburg führen und eine bisher noch vielfach unbekannt Seite des Landes zeigen. Dabei laden die Gärten nicht nur zu Festen, Konzerten oder Theaterveranstaltungen ein. Hier kann man den Musen lauschen, die im Alltag oft schon verstummt sind: der Klang der Stille, das Zirpen von Grillen oder das Rauschen des Windes in den sich bewegenden Baumwipfeln.

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Bildquellen:

Schlosspark Güstrow, Andreas Werner

Schweriner Schlossgarten während der Bundesgartenschau 2009 (BUGA), Foto:  Backslash, Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Schloss Güstrow, Andreas Werner 

Musische Schlossgärten Mecklenburgs

Schloßfreiheit
19288 Ludwigslust

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