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Daniel Müller ist ein aufstrebender junger Möbelkaufmann. Er hat eine Freundin, doch auch eine Kundin seiner Firma versucht ihn zu gewinnen. Als Daniel sie ermordet auffindet, spricht alles dafür, dass er der Mörder ist. Er gerät in Panik und flieht, fährt zum Flughafen und bucht den nächsten Flug ins Ausland. Im Flugzeug entdeckt ihn eine nymphomanisch veranlagte Prinzessin: Sie versteckt ihn in ihrem Schloss. Während Zielfahnder der Polizei ihm auf den Fersen sind, erlebt Daniel immer neue Abenteuer und Überraschungen …


Ostseestadion in Rostock

Ostseestadion in Rostock

Dörte Suhling

Heimspiel des F.C. Hansa Rostock

Ostsee-Stadion
Ostsee-Stadion
Rostock und Fußball, das spricht für Tradition. Der Bundesliga-Drittligist FC Hansa Rostock ist weit über die Grenzen der Hansestadt bekannt und hat nicht nur hier nahezu Kultstatus erreicht. Zu jedem Heimspiel des Vereins strömen tausende Fans in die Heimspielstätte des Vereins, das Ostseestadion in der Kopernikusstraße. Ähnlich wie der FC Hansa Rostock hat auch das „Wohnzimmer des Vereins" eine interessante Geschichte.

Das Volksstadion der 1920er-Jahre

Meisterschaftsspiel zwischen Empor Rostock und Dynamo Berlin
Meisterschaftsspiel zwischen Empor Rostock und Dynamo Berlin

Das imposante Stadion in der Hansestadt hat seinen Ursprung in den 1920er-Jahren. Das ehemalige Volksstadion wurde zwischen 1923 und 1929 gebaut und avancierte schnell zur größten Sportstätte Rostocks. Damit sollte der Vielzahl der nach Ende des Ersten Weltkriegs gegründeten Sportvereine die Möglichkeit der sportlichen Betätigung gegeben werden.

Das Volksstadion von damals entsprach aber bei weitem nicht den Vorstellungen und Ansprüchen, denen ein Fußballstadion heute gerecht werden muss. Vielmehr handelte es sich um einen großen, eingezäunten Platz, der von den Fußballvereinen, aber auch von verschiedenen anderen Sportarten genutzt werden konnte.

Nach Überlieferungen der damaligen Zeit sollen im Volksstadion bei den Spielen der verschiedenen Fußballvereine bis zu 30 000 Zuschauer mitgefiebert haben. Heute erscheint dieses Zuschauerzahl aufgrund des zur Verfügung stehenden Platzes allerdings stark überhöht.

Das Ostseestadion entsteht

Mit Gründung der DDR wurde in der Hauptstadt des neuen Bezirkes Rostock ein großes Sportforum errichtet, zu dem neben dem Stadion auch die Neptunschwimmhalle (1955 fertiggestellt) und das Eisstadion (1958 eröffnet) gehörten.

Zum neuen Stadion gehörten neben dem großen Fußballplatz in der Mitte des Stadions auch Tribünen, die auf Wällen errichtet wurden. Außerdem war das neue Ostseestadion gleichzeitig als Leichtathletikstadion mit Laufbahnen, Wurfringen und Sprunggruben konzipiert.

Das Ostseestadion wurde auf der Fläche errichtet, die in der Nazizeit für die großen Aufmärsche der SS sowie für NS-Parteitage genutzt wurde. Die damals für 75 000 bis 80 000 Menschen vorgesehene Freifläche inklusive der schon vorhandenen Erdwälle konnte für den späteren Stadionneubau genutzt werden.

Das neue Ostseestadion wurde im Rahmen des nationalen Aufbauwerkes errichtet. Dazu leisteten tausende freiwillige, aber auch von Betrieben abgeordnete Arbeitskräfte mehr als 230 000 Arbeitsstunden, bevor in der Hansestadt Rostock am 27. Juni 1954 das neue, repräsentative Sportstadion eingeweiht werden konnte. 

Die Spielerinnen - Reihe oben von links nach rechts: Renate Draheim, Andrea Unkhoff, Renate Wenzel, Christiane Mühlenbruch, Monika Krohn, Sigrun Patermann; Reihe unten von links nach rechts: Heike Wittfoth, Edith Junge, Hildtraut Groppe (Tor), Margot Kröger, Angelika Hünemörder
Die Spielerinnen - Reihe oben von links nach rechts: Renate Draheim, Andrea Unkhoff, Renate Wenzel, Christiane Mühlenbruch, Monika Krohn, Sigrun Patermann; Reihe unten von links nach rechts: Heike Wittfoth, Edith Junge, Hildtraut Groppe (Tor), Margot Kröger, Angelika Hünemörder

Das Ostseestadion und seine Nutzung

Da die Stadt Rostock zu dieser Zeit mit keiner Mannschaft in der Fußballoberliga der DDR vertreten war, wurde das als Funktionssportstätte errichtete Stadion zunächst vorwiegend für Leichtathletikwettkämpfe und für Feldhandballspiele, eine Sportart, in der die Rostocker Mannschaften sehr erfolgreich waren, genutzt.

Erst ab der Saison 1954/55 wurde aus politischen Gründen auch im Bezirk Rostock als Vertreter der Nordbezirke der DDR eine eigene Fußballmannschaft in die Oberliga der Republik installiert, die ihre Heimspiele dann im Ostseestadion austrug. In den 1960er-Jahren wurde die etwa 25 000 Zuschauern Platz bietende Arena mit einer modernen Flutlichtanlage ausgestattet.

Das Ostseestadion war aber auch Endpunkt großer Radrennen. Die Stadionankunft führte noch bis zu Beginn der 1990er Jahre durch das große Haupttor und endete nach einigen Runden dann vor tausenden Zuschauern im Inneren des Stadions.

Ein reines Fußballstadion entsteht

Ab dem Jahr 2000 wurde das Ostseestadion in einer Bauzeit von 16 Monaten und Baukosten von ca. 55 Mio. DM in ein reines Fußballstadion umgebaut. Der FC Hansa Rostock, ein 1954 nach der Umsetzung einer ehemaligen Fußballoberligamannschaft aus Sachsen in den Bezirk Rostock gegründeter Fußballverein, war in der Saison 1990/91 der letzte Meister der DDR-Fußballoberliga und damit in der 1. Bundesliga spielberechtigt. Dazu brauchte es eine entsprechende Spielstätte, die den Anforderungen des DFB für die Bundesliga entsprach.

Die Umfunktionierung des Stadions entspricht im Grunde genommen einem vollständigen Neubau einer reinen Fußballarena, der Heimspielstätte des FC Hansa Rostock. Die Leichtathletikanlagen verschwanden vollständig. An das alte Ostseestadion erinnern heute nur noch der Gedenkstein vor dem großen Haupttor des Stadions, die große Freitreppe, die zur Tribüne führt, sowie die Kartenverkaufshäuschen links und rechts der Freitreppe. Auch die Flutlichtanlage wurde übernommen.

Im Jahr 2007 erwarb die DKB die Namensrechte des Ostseestadions, das fortan den Namen DKB-Arena trug. Im Jahr 2015 gab die Bank die Namensrechte aber vorzeitig wieder zurück, sodass die Fußballarena und Heimspielstätte des Bundesliga-Drittligisten FC Hansa Rostock heute wieder das Ostseestadion ist, das gelegentlich auch für Großveranstaltungen und Konzerte wie z. B. von Helene Fischer genutzt wird.

Adresse

Kopernikusstraße 17, 18057 Rostock

Öffnungszeiten:    

Dienstag10:00-17:00Uhr
Mittwoch10:00-17:00Uhr
Donnerstag10:00-17:00Uhr
Freitag10:00-15:00Uhr
SamstagGeschlossen
SonntagGeschlossen
Montag10:00-17:00Uhr

Telefon: 0381 3770127

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Bildquellen:

Vorschaubild - Rostocker Ostseestadion und Leichtathletikstadion. Urheber: Lauchi via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Rostock, Ostsee-Stadion, Fußballspiel
Zentralbild Löwe 13.6.1957 Entwicklung des Ostseebezirks - Neue Sportanlagen in Rostock Unter der Arbeiter- und Bauernmacht hat die Demokratische Sportbewegung im Ostseebezirk eine imposante Aufwärtsentwicklung genommen. 868 Sportanlagen stehen jetzt den Aktiven zur Verfügung. Daruter sind allein im Bezirk mehr öffentliche Anlagen als zur Zeit der Weimarer Republik in ganz Mecklenburg. In den letzten drei Jahren hat die Regierung der DDR unter anderem 26 Millionen DM für den Aufbau sportlicher Einrichtungen für rund 40.000 Sportler aufgewendet. Unter Mithilfe Tausender Sportler im Nationalen Aufbauwerk entstanden u.a. das modernste Hallenschwimmbad sowie das Ostseestadion in Rostock. UBz: Das Ostseestadion mit seinen 25.000 Plätzen während des DDR-Ligaspieles Empor Rostock gegen Motor Dessau. Bundesarchiv, Bild 183-46639-0001 / CC-BY-SA 3.0

Zentralbild-Müller Bey-Ku 7.7.1957 Empor Rostock schlug Dynamo Berlin - Am Sonnabend, dem 6.7.1957, fand im Rostocker Ostseestadion das Fußball-Meisterschaftsspiel zwischen Empor Rostock und Dynamo Berlin statt. Durch eine 0:1-Niederlage erlitt der Tabellenführer Dynamo die erste Niederlage dieser Saison. UBz.: Der Berliner Spieler Maschke (2.v.lk.) schießt auf das Rostocker Tor. Der Ball prallte aber an den Abwehrspielern Zapf (Nr. 3) und Minuth (links daneben) ab. Bundesarchiv, Bild 183-47893-0001 / Müller / CC-BY-SA 3.0


Die BSG Post Rostock im Juni 1975 im Rostocker Ostseestadion/ Die Spielerinnen - Reihe oben von links nach rechts: Renate Draheim, Andrea Unkhoff, Renate Wenzel, Christiane Mühlenbruch, Monika Krohn, Sigrun Patermann; Reihe unten von links nach rechts: Heike Wittfoth, Edith Junge, Hildtraut Groppe (Tor), Margot Kröger, Angelika Hünemörder. Urheber: Sportfreund.php via Wikimedia Commons (abgekürzt „CC-by-sa 3.0/de")