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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Franziska Tiburtius

Franziska Tiburtius

Sebastian Keßler

Die erste Ärztin Deutschlands

Franziska Tiburtius wurde am 24. Januar 1843 auf Gut Bisdamitz auf Rügen geboren. Sie besuchte eine private Mädchenschule in Stralsund und arbeitete bis zu ihrem 33. Lebensjahr als Erzieherin auf Rügen. Dies war der einzige standesgemäße Beruf, den sie als Frau ausüben durfte.

Franziska Tiburtius
Franziska Tiburtius

Sie wollte gern Ärztin werden, doch als Frau wurde sie an keiner deutschen Universität zum Medizinstudium zugelassen. Daher zog sie 1871 nach Zürich, wo sie bereits 1876 mit hervorragenden Leistungen zum Doktor der Medizin promovierte. Für kurze Zeit kehrte sie in ihre Heimat nach Rügen zurück, wo ihr eine Stelle als besoldete Gemeindeärztin angeboten wurde. Franziska lehnte das Angebot ab und ging als Volontärärztin nach Leipzig. An der Frauenklinik in Dresden bemühte sie sich, trotz der in der Schweiz erworbenen Berufszulassung, vergebens um eine Approbation. Enttäuscht zog sie nach Berlin und gründete mit ihrer Freundin Dr. Emilie Lehmus (1841-1932) eine Privatpraxis im Arbeiterviertel Prenzlauer Berg.

Franziska Tiburtius und Emilie Lehmus waren die ersten deutschen Ärztinnen mit eigener Praxis. Viele Jahre mussten sie sich öffentliche Anfeindungen und Vorbehalte der männlichen Ärzteschaft gefallen lassen. Praktizieren durften sie nur mit dem Zusatz „Dr. med. in Zürich", was dem Status eines Heilpraktikers entsprach.

1908 eröffnete sie mit einer weiteren Studienkollegin, der deutschen Ärztin Agnes Hacker, die „Chirurgische Klinik weiblicher Ärzte". Im gleichen Jahr wurden Frauen als Studierende in der Medizin an preußischen Universitäten zugelassen.

Im Ruhestand unternahm Franziska Tiburtius viele Reisen und verfasste naturwissenschaftliche, juristische, politische, religiöse und pädagogische Abhandlungen. Während des Ersten Weltkrieges, Tiburtius war inzwischen über 70 Jahre alt, arbeitete sie noch einmal als Ärztin in der Kranken- und Wohlfahrtspflege. Franziska Tiburtius starb im Alter von 84 Jahren am 5. Mai 1927.

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Bildquellen:
Bild oben links:
Die Beginen Rostock, der Rostocker Frauenkulturverein
Bild oben rechts: Jahrbuch der Frauenbewegung 1914; entnommen: Ostdeutsche Biografie, Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

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