Mecklenburg Vorpommern Lese

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Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

„De Urgeschicht‘ von Mecklenborg, Irstes Kapitel“

„De Urgeschicht‘ von Mecklenborg, Irstes Kapitel“

Anette Huber-Kemmesies

Der Landesteil Mecklenburg ist gemeinhin für seine Seen bekannt. Die Müritz ist nicht nur der größte See der Mecklenburger Seenplatte, sondern auch der größte See, der vollständig in Deutschland liegt, denn Gebiete des Bodensees gehören auch zur Schweiz und zu Österreich. Kein Wunder also, dass die Slawen die Müritz „morcze" tauften, was so viel wie großes Meer bedeutet.

Die Mecklenburger Landschaft wird aber auch zu großen Teilen von den Küstengebieten der Ostsee bestimmt. Malerische Dünenlandschaften umgeben von dichten Küstenwäldern mit ihren typischen Windflüchtern gehören ebenso zum Mecklenburger Land. Kein Wunder also, dass Fritz Reuter die Schöpfung der Welt in Mecklenburg ansiedelt. Der Niederdeutsche Dichter - er stammt aus Stavenhagen nahe der Mecklenburger Seenplatte - schätzte die Landschaft Mecklenburgs als paradiesischen Ort. In 13 Kapiteln erzählt Reuter von der Schönheit des Mecklenburger Landes und seiner Geschichte. Der Länge wegen, soll hier nur das Erste Kapitel gezeigt werden. Wer aber den vollständigen Text nachlesen möchte, kann dies unter http://hiddensee-see-n-sucht.de/de-urgeschicht-von-meckelnborg.htm tun.

De Urgeschicht‘ von Mecklenborg, Irstes Kapitel

(Fritz Reuter, 1874)

As uns Herrgoot de Welt erschaffen ded,
fung hei bi Mecklenborg an,
un tworsten von de Ostseesid her,
un mackte dat eigenhändig farig......
und schön heri't in`n Ganzen worden,
dat weit jeder, de dorin buren is und tagen;
un wenn en frömden Minsch `rinne kamen deiht,
un hei hett Ogen tau seihn,
denn kann hei seihn,
da unsern Herrgott sin Hand up Wisch und Wald,
up Barg un See sulwst rauht hett,
un dat hei Mecklenborg mit in't OG ga't hett,
ashei sach, dat allens gaud was.

*****

(Textquelle: Fritz Reuter: De Urgeshicht‘ von Mecklenborg, 1874.)

Bilder: Wikipedia, gemeinfrei