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Die Päpste als Friedensvermittler

Der Kirchenhstoriker Stefan Samerski stellt die Friedenspolitik und -Arbeit des Heiligen Stuhls in der modernen Zeit heraus.

Heinrich Seidel

Heinrich Seidel

Herbert Kihm

Heinrich Friedrich Wilhelm Philipp Georg Eduard Seidel wurde 1842 in Perlin geboren, einer 343 Seelen (2014) Gemeinde südwestlich von Schwerin. Er war Sohn des dortigen Pastors Heinrich Alexander Seide. Dieser wurde dann erster Prediger in der Nikolaikirche in Schwerin, wo Heinrich das Gymnasium bis zur Tertia besucht - und „wo er sich" - so in seinen Erinnerungen:" zu einem der schlechtesten Schüler ausbildete, die es besessen hat. Besonders in den alten Sprachen und im Französischen waren meine Leistungen gleich Null, während ich mich auszeichnete in den Fächern, denen man nicht die geringste Bedeutung belegte, zum Beispiel im Deutschen, der Mathematik, Geographie und ganz besonders im Turnen, wo ich mir vier Jahre hintereinander beim Schauturnen am 18.Oktober den zweiten Preis eroberte."

Seidel studierte dann Maschinenbau in Hannover und Berlin und arbeitete nach dem Abschluss als Ingenieur (Motto: Dem Ingenieur ist nichts zu schwer) bei der Berlin-Potsdamer und der Berlin-Anhaltischen Bahn. Er entwarf die damals in Europa einzigartige Dachkonstruktion des Anhalter Bahnhofs mit einer Spannweite 62,50 Metern.

1875 heiratete er Agnes Becker. Das Ehepaar hatte drei Söhne. Ab 1880 gab er dieses „sonderbare Doppelleben" auf und widmete sich nur noch der Schriftstellerei.

Heinrich Seidel als Schriftsteller:

Das heute noch bekannteste Werk Seidels ist das Episodenbuch Leberecht Hühnchen. Darin wird der Weg zu einem zufriedenen Leben in bescheidenen Verhältnissen geschildert. Hühnchen lebt mit seiner leicht behinderten Frau und zwei Kindern idyllisch in Unabhängigkeit und Bescheidenheit, da er „die Kunst, glücklich zu sein kennt."

Zu seiner Zeit waren auch seine Märchen und seine Autobiographie Von Perlin nach Berlin (Von Perlin nach Berlin, Lebenserinnerungen 1884, überarbeitet Neuausgabe 2006) sehr geschätzt.

Heinrich Seidel starb 1906 in Groß-Lichterfelde bei Berlin, sein Ehrengrab befindet sich auf dem Friedhof Lichterfelde.
Von Alfred Biese (1856-1930) stammt eine literarische Würdigung mit dem Titel: Heinrich Seidel und der deutsche Humor, Eine literarische Würdigung, gefolgt von einer Novelle H. Seidel's, Leipzig, A.G. Liebeskind, 1897.

Benannt nach ihm wurde die Heinrich-Seidel-Grundschule in Berlin-Mitte.

 

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Bildquellen: alle via wikipedia commons

1. Heinrich Seidel (born 25.06.1842, died 7.11.1906), German engineer, poet and writer. The image is an excerpt (cut) of a photo card originally bearing also Seidel's autograph and the text Löscher & Petsch / Meisenbach Riffahrt & Co, a well-known photo studio at those times in Berlin, Leipziger Straße. gemeinfrei
2.Ehrengrab Heinrich Seidel. Neues Foto nach Restaurierung des Schriftzuges anlässlich des 100. Todestages am 07.11.2006 ,A.V. Hütte / Wikinaut, CC-BY-SA 2.5