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Aka Mortschiladse
Von alten Herzen und Schwertern
Roman

Voller wunderbarer Originalität erzählt Aka Mortschiladse eine dramatische Geschichte über Entführung, Liebe und Krieg im Georgien des 19. Jahrhunderts. Während Russland versucht, den Kaukasus zu unterwerfen, wird dem jungen georgischen Adeligen Baduna Pavneli vorgeworfen, einen russischen Offizier getötet zu haben. Vom Militär verfolgt und auf der Suche nach seinem geistig verwirrten Bruder, schlägt er sich durch die Wälder, Täler und Berge Georgiens. Wie ein klassischer tragischer Held riskiert er alles, ohne zu wissen, was ihn am Ende seiner Reise am Schwarzen Meer erwartet. Dort holen ihn die Vergangenheit und seine russischen Verfolger ein …
Diese Geschichte symbolisiert die tragische Vergangenheit Georgiens und erweckt damit eine alte Kultur wieder zum Leben, die längt vergessen schien.

Lange Straße in Rostock

Lange Straße in Rostock

Dolores Kummer

Prachtstraße des Sozialismus

Im alten Rostock führten alle Straßen zum Hafen. Die Lange Straße, eine Ost-West-Verbindung, war eher unbedeutend. Hier standen kleine Buden und einfache Bürgerhäuser, die nach Osten hin besser wurden. Doch die Bombennächte im Jahre 1942 änderten alles. Die Lange Straße wurde dem Erdboden gleichgemacht. Die junge DDR rief zum „Nationalen Aufbauwerk“ auf. Die Trümmer wurden in freiwilliger, gemeinnütziger und unentgeltlicher Arbeit beräumt. Es gab einen Architektenwettbewerb, den der damals 27-jährige Joachim Näther gewann. Er entwarf später die Ostberliner Fischerinsel und den Alexanderplatz.

Die Lange Straße sollte eine sozialistische Prachtstraße werden, auch für Aufmärsche. Den Baustil wünschte sich der Staatsratsvorsitzende heimatverbunden, aber modern. 1953 legte Walter Ulbricht den Grundstein für die neue Hauptstraße von Rostock. Der Bau dauerte drei Jahre. Die Straße wurde fast um das Dreifache verbreitert, in der Mitte ein breiter Grünstreifen mit Blumenbeeten angelegt.

Der Baustil besteht aus Elementen der Backsteingotik mit den typischen glasierten Formsteinen, ist aber auch teilweise der Heimatschutzarchitektur entlehnt mit hellen Säulen und Arkaden. Das höchste Gebäude mit spitzem Kupfertürmchen wurde zum Wahrzeichen. Später kam das noch höhere „Haus der Schifffahrt“ hinzu. Als 1961 die Straßenbahn in die Lange Straße verlegt wurde, protestierte der Architekt. Lange Zeit war die Lange Straße eine farbenfrohe Flaniermeile, nach dem Mauerfall verlor sie jedoch an Bedeutung, viele Läden standen leer.


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Textquelle:

Kummer, Dolores: Rostock - die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Dolores Kummer.

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