Mecklenburg Vorpommern Lese

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Aka Mortschiladse
Von alten Herzen und Schwertern
Roman

Voller wunderbarer Originalität erzählt Aka Mortschiladse eine dramatische Geschichte über Entführung, Liebe und Krieg im Georgien des 19. Jahrhunderts. Während Russland versucht, den Kaukasus zu unterwerfen, wird dem jungen georgischen Adeligen Baduna Pavneli vorgeworfen, einen russischen Offizier getötet zu haben. Vom Militär verfolgt und auf der Suche nach seinem geistig verwirrten Bruder, schlägt er sich durch die Wälder, Täler und Berge Georgiens. Wie ein klassischer tragischer Held riskiert er alles, ohne zu wissen, was ihn am Ende seiner Reise am Schwarzen Meer erwartet. Dort holen ihn die Vergangenheit und seine russischen Verfolger ein …
Diese Geschichte symbolisiert die tragische Vergangenheit Georgiens und erweckt damit eine alte Kultur wieder zum Leben, die längt vergessen schien.

Kempowski-Archiv Rostock

Kempowski-Archiv Rostock

Dolores Kummer

Heimatchronist im besten Sinne

Walter Kempowski (1929–2007) ist der Leib- und Magendichter der Rostocker. Er wurde in Rostock geboren, verlebte hier seine Kindheit und einen Teil seiner Jugend. 1948 verhaftete man ihn wegen Spionage und er musste acht Jahre ins Zuchthaus Bautzen. Eine schlimme Zeit, die ihn für immer prägte. 1956 nach Westdeutschland entlassen, studierte er Pädagogik, arbeite dreißig Jahre als Lehrer und parallel als Schriftsteller. Kempowski war ein sensibler Mensch, ein überaus fleißiger Schreiber und ein Sammler. Als Jugendlicher wollte er am liebsten Archivar werden und irgendwie hat sich dieser Wunsch auch erfüllt. Er wurde Chronist seiner Generation, der Flakhelfergeneration. Bei den westdeutschen Intellektuellen war er nicht sonderlich beliebt, weil er zugab bürgerlich-liberal zu sein, und in den 60er-Jahren war man entweder links oder erfolglos.

Kempowski suchte dennoch die Aufmerksamkeit, er schrieb Bücher etliche Male um und später kam auch der Erfolg. 1969 erschien sein erstes Buch: „Im Block“, worin er Bautzen verarbeitete. Dann erzählte er die Geschichte seiner Familie, einer typischen Rostocker Reederfamilie. Ihr Kontor lag neben dem Mönchentor. Die Wohnung in der Augustenstraße gehörte zur Steintorvorstadt. In seinem Buch „Tadellöser & Wolff“ setzte er dieser Gegend ein Denkmal. Heute steht ein solches für ihn am Stadthafen und im Kempowski-Archiv kann man viel über ihn erfahren. Die Bibliothek aus seinem Elternhaus ist zu bestaunen oder die Gefängnistür, hinter der seine Mutter saß. Es gibt viele Originalutensilien aus seinen Büchern.

Adresse

Klosterhof Haus 3

18005 Rostock


Kontakt

Tel.: 0381 / 2037540


Informationen

www.kempowski-archiv-rostock.de


*****

Textquelle:

Kummer, Dolores: Rostock - die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Dolores Kummer.

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