Mecklenburg Vorpommern Lese

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Aka Mortschiladse
Von alten Herzen und Schwertern
Roman

Voller wunderbarer Originalität erzählt Aka Mortschiladse eine dramatische Geschichte über Entführung, Liebe und Krieg im Georgien des 19. Jahrhunderts. Während Russland versucht, den Kaukasus zu unterwerfen, wird dem jungen georgischen Adeligen Baduna Pavneli vorgeworfen, einen russischen Offizier getötet zu haben. Vom Militär verfolgt und auf der Suche nach seinem geistig verwirrten Bruder, schlägt er sich durch die Wälder, Täler und Berge Georgiens. Wie ein klassischer tragischer Held riskiert er alles, ohne zu wissen, was ihn am Ende seiner Reise am Schwarzen Meer erwartet. Dort holen ihn die Vergangenheit und seine russischen Verfolger ein …
Diese Geschichte symbolisiert die tragische Vergangenheit Georgiens und erweckt damit eine alte Kultur wieder zum Leben, die längt vergessen schien.

Forschungsstelle Uwe Johnson

Forschungsstelle Uwe Johnson

Dolores Kummer

Ein Dichter, der nicht heimisch wurde

Wahrscheinlich wäre der Dichter Uwe Johnson (1934–1984) froh, dass sein Nachlass in Rostock gelandet ist, die Arbeits- und Privatbibliothek mit rund 8.500 Bänden und sein Archiv mit 50.000 Manuskriptseiten, Notizen, Fotos. 2012 wurde eine Uwe-Johnson-Forschungsstelle an der Uni Rostock eingerichtet. Zwar bezeichneten einige ihn als „Dichter zweier deutscher Staaten“, schließlich hat er lange in Westberlin gelebt, große Teile des Hauptwerkes „Jahrestage“ in New York geschrieben. Jedoch geistig hat er Mecklenburg nie verlassen. Wichtige Jahre verbrachte er in Anklam, Güstrow und Rostock. Als Johnson im September 1952 nach Rostock kam, wohnte er in einer Massenunterkunft im Fährhaus in Gehlsdorf. Er begann ein Studium der Germanistik, um Schriftsteller zu werden. Doch die Realität war ernüchternd. Man quälte ihn mit Pflichtvorlesungen.

. Er sollte seinen „sozialistischen Standpunkt“ öffentlich gegen die Junge Gemeinde kundtun. Aber obwohl er kein Kirchenmitglied war, lehnte er das ab und galt von da an als „Verräter an der Sache“. Er wurde relegiert. Dass ihm nicht mehr passierte, verdankte er Stalins Tod, durch den sich kurzzeitig ein Richtungswechsel anbahnte. Der Lieblingsplatz des Studenten waren die Wallanlagen. Dort zog die „Trinkende“ ihn magisch an, wie später wohl der Rotwein. Hier las er manches Buch aus der Leopold’schen Universitätsbuchhandlung, die bis 1945 Paul Babendererde führte. Der Name inspirierte Johnson zum Buch „Ingrid Babendererde“, das er in Rostock begann. 2014 lasen 365 Rostocker im Radio die „Jahrestage“.


Adresse

Gertrudenstraße 11, Torhaus

18057 Rostock


Kontakt

Tel.: 0381 / 4982543


*****

Textquelle:

Kummer, Dolores: Rostock - die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Dolores Kummer.

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