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Marx bleibt aktuell

Perspektiven für die Einzelwissenschaften

Wolfgang Maiers/Renatus Schenkel (Hg.)

Dass der Gesellschaftstheoretiker Karl Marx (1818–1883) mit seinem Werk bis heute höchst aktuell ist, zeigen die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes mit Beiträgen wie »Grenzenlose Akkumulation: Marx und die Globalisierung«, »Keynesianische Konzepte (Flassbeck u. a.) zur aktuellen Krisenbekämpfung«, »Mit Karl Marx über Kinderarmut, Kinderarbeit und Kinderrechte«, »Karl Marx und Kritische Medizin/ Gesundheitswissenschaften«.
Mit Beiträgen von Jürgen Bennies, Michael Hoffmann, Michael Klundt, Hagen Kühn, Wolfgang Maiers, Katrin Reimer-Gordinskaya, Renatus Schenkel und Nicola Wolf-Kühn.

Kunst im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum

Dolores Kummer

In keiner deutschen Stadt gibt es so viel Kunst im öffentlichen Raum

Rostock liebt seine bildenden Künstler. Egal wohin man schaut, es gibt Denkmäler, Plastiken, Standbilder, Brunnen, Reliefs oder Mosaike. Auf Plätzen, an Häuserwänden oder Trafohäuschen prangt Kunst und manchmal auch Kitsch. In keiner deutschen Stadt gibt es so viel Kunst im öffentlichen Raum wie in Rostock. Die ältesten Stücke sind Relieffiguren aus dem 14. Jahrhundert an der Marienkirche. In den Bombennächte 1942 wurden jedoch sehr viele Kunstwerke zerstört. Wichtige Werke der Moderne sieht man von Margarete Scheel an der ehemaligen Gewerbeschule oder von Maximilian Preibisch am Hansa Theater, beide in der KTV. Sehr viel Kunst gibt es aus den Jahren 1960 bis 1990, die meisten waren Auftragswerke. Kamen Menschenbilder in den 60er-Jahren noch sehr ernst und heroisch daher, als Schweißer, Matrosen oder Hochseefischer, kann man Ende der 70er-Jahre schon einen leisen Humor und manchmal sogar Kritik an den Verhältnissen beobachten.

Besonders viel Kunst sieht man von Jo Jastram (1925–2011) und Reinhard Dietrich (1932–2015), sie waren so was wie die Rostocker „Hauskünstler“. Ab den 90er-Jahren mussten die Kunstwerke um ihren Platz kämpfen. Man hatte kein Problem damit, ein Parkhaus- oder Werbeschild direkt vor einer Plastik aufzustellen. Ein Konzept für die Stadtästhetik fehlt bis heute. Stattdessen gibt es eine ausgeprägte Sprayerkultur, während manches noch Kunst ist, sieht die Stromkastensprüherei recht kitschig aus. Erfreulich: In Neubaugebieten, wie etwa dem Petriviertel, wird weiter „Kunst im öffentlichen Raum“ gefördert.

Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen

Hinter dem Rathaus 5

18055 Rostock

Tel.: 0381 / 3812942


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Textquelle:

Kummer, Dolores: Rostock - die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Dolores Kummer.

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