Mecklenburg Vorpommern Lese

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Ilona Traub/Peter Traub

Magische Orte in Mitteldeutschland III
Zwischen Thüringer Schiefergebirge und Rhön, Eichsfeld und Altenburg
Reiseführer

Von der magischen Anziehungskraft einer bezaubernden Landschaft

Was verleiht dem Gebiet zwischen Thüringer Schiefergebirge und Eichsfeld so große Anziehungskraft, dass berühmte Kaiserinnen und Dichter hier verweilten, ja selbst der Teufel sich dahin aufgemacht haben soll?
Es ist die Magie seiner Landschaften – der Wälder, Gebirgszüge und Fluss­täler. Der Reiz alter Klosterruinen, trutziger Burgen, blühender Parks und zum Himmel aufragender Dome. Die Schönheit tausendjähriger Städte und der wie von Feenhand geschaffenen Unterwelten.
Erneut nehmen uns Ilona und Peter Traub mit auf Entdeckungsreise. Sie führen zu ausgewählten Orten, erzählen ihre Geschichte, ihre Sagen, Legenden und begegnen Zeugnissen der rätselhaften Bindung von Mensch und Natur.

Unser Leseangebot
Großsteingräber bei Lancken-Granitz

Großsteingräber bei Lancken-Granitz

Sandra Pixberg

Von Riesen, Zyklopen und Hünen

Wie an einer Perlenschnur gereiht, liegen sieben Großsteingräber zwischen Wiesen und Feld. Die größte und am besten erhaltene Großsteingrabanlage Rügens steht südlich von Lancken-Granitz. Das in genauer Ost-West-Richtung ausgerichtete Gräberfeld stammt aus der Zeit um 2300 v. Ch. Von ursprünglich 19 Gräbern sind heute immerhin noch sieben erhalten.


Als der Archäologe Ewald Schuldt und seine Mitarbeiter das beeindruckende Bauwerk „Lancken-Granitz 1“ 1965 freilegten, erlebten sie eine Überraschung. Mehr als 4.000 Jahre hatten Bernsteinperlen, Werkzeuge, Bronzenadeln und anderer steinzeitlicher Schmuck hier überdauert. Den Dieben, die in der Geschichte immer wieder Großsteingräber plünderten, war dieses Grab aus unbekanntem Grund verschlossen geblieben. Die Beigaben liegen heute im Magazin des Archäologischen Landesmuseums in Schwerin.

„Lancken-Granitz 1“ fasziniert aber auch, weil es zu den seltenen Gräbern gehört, das noch eine Grababdeckung durch zwei mächtige Megalithen hat. Früher bezeichnete man diese Gruften fälschlicherweise als Hünengräber. Doch inzwischen weiß man: Der jungsteinzeitliche Mensch war im Durchschnitt wesentlich kleiner als der Mensch von heute. Von Hünen kann also nicht die Rede sein. Dennoch schafften sie es nicht nur, die tonnenschweren Steine aus der Umgebung herbeizuholen, sondern auch, sie mit reiner Menschenkraft aufeinanderzulegen. Da kann man anfangen zu glauben, dass Rügen doch von Riesen und Zyklopen bevölkert war.


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Textquelle:

Pixberg, Sandra: Rügen - 99 Besonderheiten der Insel, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Vorschaubild:Großsteingrab Lancken 3, 2010, Urheber:Unukorno via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

Wächterstein vor Hünenbett2, Lancken-Granitz, 2010, Urheber: Skäpperöd via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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