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Radu Țuculescu

Metzgerei Kennedy
Roman
Aus dem Rumänischen von Peter Groth

Im Städtchen Untermond in Siebenbürgen ist für Montagmorgen die Eröffnung eines Geschäfts angekündigt. Nichts Besonderes, wäre da nicht dieser ungewöhnliche Name: »Metzgerei Kennedy«. Doch ehe es so weit ist, kommt es in den drei Tagen und Nächten zuvor zu einer Reihe verwirrender Ereignisse. Dem Leser begegnen merkwürdige Gestalten, liebenswerte, lustige, ernsthafte. Pummelige Engel, Glühwürmchen, rote Teufelchen, Vampirmücken und Störche, die von einem Land träumen, in dem es Frösche regnet. Und manch einer in Untermond stellt sich die Frage: »Wer ist eigentlich dieser Kennedy?« Und die Engelchen zucken mit den Schultern, gleichgültig gegenüber den großen Problemen der Menschheit … Ein burlesker Roman mit dramatischen Seiten und solchen, die einen immer wieder zum Lachen bringen.

Usedomer Bernsteinbäder

Usedomer Bernsteinbäder

Ralph Kähne
Marina Kähne

Bernsteinsucher und Strandfischer

An der schmalsten Stelle Usedoms ist die Wahrscheinlichkeit Bernstein zu finden am größten. Deshalb haben die ehemaligen Fischerdörfer Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz sich den Beinamen „Bernsteinbäder“ gegeben. Damit haben sie eine gute Wahl getroffen. Wie der Bernstein mit seiner goldbraunen Farbe und Jahrmillionen alten Vergangenheit sind sie selbst auch: schnörkellos schön, naturnah und von warmer Strahlkraft. Statt prunkvoller Gründerzeitvillen findet man hier reetgedeckte Häuser, urige Fischerkaten und alte Gehöfte.

Ein besonderes Highlight in den vier Seebädern ist die traditionelle Bernsteinwoche von Ende März bis Anfang April. Dann wimmelt es am Strand von Bernsteinsuchern, die unter kundiger Anleitung auf die Pirsch gehen. Glückliche Finder können später ihre Beute in Schleifkursen in ganz persönliche Schmuckstücke verwandeln.

Frühaufsteher können zudem in den Bernsteinbädern mehr genießen als beeindruckende Sonnenaufgänge. Sie können den Strandfischern bei der Arbeit zusehen. Bei Tagesanbruch schieben diese ihre typischen Fischerboote mit dem flachen Rumpf in die Ostsee und werfen ihre Netze aus. Auch wenn diese traditionelle Art des Fischfanges heute selten geworden ist und kaum noch ein Fischer seinen Lebensunterhalt mit dem Fang bestreiten kann, ist die Faszination ungebrochen. Wenn sie später mit Dorsch, Flunder oder Hering zurückkehren, gibt es keinen, der nicht wenigstens einen neugierigen Blick auf den zappelnden Inhalt der Boote werfen will.

Weitere Informationen:

Usedomer Bernsteinbäder

https://usedomer-bernsteinbaeder.de/

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Textquelle:

Kähne, Marina und Ralph: Usedom: 99 Besonderheiten der Insel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Kähne, Marina und Ralph; entnommen ebd.

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