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Gabriel Machemer
Die Heimkehr der Hütchenspieler
Ein Kolportageroman

Der Student G. hat sich auf einem alten Fabrik­gelände in einer verfallenen Villa eingenistet. Dort muss er sich nicht nur mit der einsturzgefährdeten Decke, sondern auch mit dem Pächter herumschlagen. Doch G. weiß: Um seinen Lebenstraum zu erfüllen, muss er verharren und die widrigen Umstände aushalten. Nur so kann er ein Kulturzentrum errichten und seine eigene Diskothek eröffnen. Mit Witz und Ironie nimmt Gabriel Machemer in seinem neuen Roman menschliche Schwächen ins Auge. Sein Blick gilt den Kleinigkeiten, dem Unbeständigen, Ungewissen, in das er seine Charaktere schickt.

Brunnenaue Stralsund

Brunnenaue Stralsund

Sandra Pixberg

Stralsunds ältester Park

Jahrelang forschte der Stralsunder Pfarrer Matthias Kienast (1648–1711) über Kur- und Badebetriebe. Schon seit dem 12. Jahrhundert nutzen Menschen die heilkräftige Wirkung von Salinen wie beispielsweise in Reichenhall, Salzgitter oder in Bad Doberan. Tatsächlich fand Kienast im Jahre 1700 eine Quelle auf dem heutigen Gelände des Brunnenaue-Parks, der er gesundheitsfördernde Wirkung zuschrieb. Er ließ ein Brunnenhaus errichten, das von Einheimischen genutzt wurde. Wehwehchen wie Magenprobleme, Ausschläge oder schlecht heilende Wunden behandelten die Leute hier selbst mit dem Quellwasser. Nachdem das Brunnenhaus im Nordischen Krieg zerstört worden war, wurde es 1715, nun auf Initiative von Stralsunder Bürgern und unter schwedischer Fahne, neu errichtet. Später, 1848, nach der zweiten Zerstörung der Anlage, gestaltete man den Park auf Initiative des Stralsunders Ernst Billich (1800–1863) neu. Der Kaufmann verwandelte den Gesundbrunnen in einen Ort des Zeitvertreibs für die gehobene Gesellschaftsschicht. Es gab Goldfischteiche, eine Sonnenuhr und im Sommer ein Zirkuszelt auf dem Gelände. In diesem Zug wurde das Baumtrio Trauerbuche, Blutbuche und Ginkgo-Baum angepflanzt. Diese Baumart stammt aus Ostasien und gilt in China als „Tempelbaum“. Er kann über 1.000 Jahre alt werden und wird deshalb auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet. Übrigens untersuchte man die Quelle der Brunnenaue1874 erstmals auf ihre heilkräftige Wirkung und kam zu keinem belegbaren Ergebnis.

Weitere Informationen:

Brunnenaue

Öffentlicher Park

Knieperdamm 50–51

18435 Stralsund

*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Stralsund: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Ebd.

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Knieperdamm 50-51
18435 Stralsund

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