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Helga Heilig
Saale-Unstrut 99 Mal entdecken!
Reiseführer

Welterbe und hochmittelalterliche Kultur in einer unverwechselbaren Region erleben
Wer die Naumburger fragt, worauf sie besonders stolz sind, erhält zwei Antworten: »Dom und wilde Zicke.« – »Wilde Zicke?« – »Na, unsere Ille, die Straßenbahn!«, heißt es dann erklärend. Denn Naumburg hat mehr Entdeckungen zu bieten als nur den berühmten Dom, von dem jeder weiß. Und Helga Heilig hat noch weitere Tipps parat. Wie die zwölf Steinreliefs im Blütengrund nahe der Saale-Unstrut-Mündung – das größte Bildrelief in Europa, die zisterziensische Fenster-Rose in Schulpforte oder die Rundlingsdörfer Schleberoda und Großwilsdorf. Und natürlich kommt auch sie nicht um die vielen Burgen und Schlösser umhin, die die Kulturlandschaft an Saale und Unstrut prägen, die eingebunden sind in vielfältige Naturräume mit zahlreichen Besonderheiten.

Insel Ummanz

Insel Ummanz

Sandra Pixberg

Landluft auf Ummanz schnuppern

Ummanz ist eine Insel kaum über der Meeresoberfläche, sie ragt gewöhnlich null, an höchster Stelle fünf Meter aus dem Wasser. Sie gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Um Landluft zu schnuppern, kann man bereits in Lieschow den beiden Erlebnis- und Erzeugerhöfen Kliewe und Lange sowie der Lieschower Edeldestillerie einen Besuch abstatten. Auf den Höfen von Bauer Kliewe und Bauer Lange gibt es Tiere, Trampoline, Ponyreiten und Tretfahrzeuge für Kinder, ein Hofcafé sowie Landerzeugnisse zu kaufen.

Am Focker Strom haben einige kleine Fischerboote festgemacht, auch die roten Fähnchen der Stellnetze sind oft von der Brücke aus zu sehen. Auf Ummanz gibt es noch einige Traditionsbewusste, die „stille Fischerei“ betreiben. Reusen werden über Nacht ausgelegt und Hecht, Zander, Barsch und Platt­fische, selten ein Aal, darin gefangen. Diese alte Weise ist besonders umweltschonend und arterhaltend, denn kleinere Fische haben Zeit, sich durch die Maschen zu befreien.

Die Insel Ummanz hält vieles für Individualreisende bereit. Der pompöse Schnitzaltar von 1520 aus Antwerpen in der
St.-Marien-­Kirche in Waase ist jedenfalls sehenswert. Im Frühjahr und Herbst können vom Aussichtsturm in Tankow die Kraniche beobachtet werden. Für Radtouren eignet sich die flache Insel gut, der Verkehr ist mäßig. Das Surfhostel in Suhrendorf veranstaltet im Sommer Konzerte, Festivals und Freiluft-Tanznächte. Und hinter dem Deich fängt Rügens größtes Stehrevier für Surfer und Kitesurfer an.

*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Rügen - 99 Besonderheiten der Insel, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Sandra Pixberg.

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