Meck-Pomm-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Meck-Pomm-Lese
Unser Leseangebot

Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Insel Dänholm

Insel Dänholm

Sandra Pixberg

Die Kriegsinsel im Strelasund

Zwischen Stralsund und Rügen liegt der gerade mal 95 Hektar große Dänholm. Wiewohl etliche Seemeilen von Dänemark entfernt, rührt der Name tatsächlich von den alten Dänen her. Urkundlich erstmals 1314 belegt, folgerte der Historiker und Theologe Otto Fock (1819–1872), dass der „deneholme“ wohl der bevorzugte Ankerplatz der Dänen war. Im Laufe der Stralsunder Geschichte übernahmen die Dänen tatsächlich immer wieder die Macht. Zum Beispiel im Nordischen Krieg 1715, wo sich Dänen, Preußen und Sachsen im Gefecht gegen die Schweden durchsetzten. Der Krieg und die kleine Insel Dänholm – sie scheinen schon seit Wallensteins Überfall 1628 auf das innigste verbunden zu sein. Galt der nährstoffreiche Boden der Insel mit den moorigen Niederungen im Süden den Menschen bis dahin als fruchtbare Anbaufläche, so war dies nach der Entdeckung der strategischen Lage vorbei. Im Inselkern hielt sich der Ackerbau noch, während Anfang des 19. Jahrhunderts die sumpfige Niederung im Süden trocken- und ein Hafen angelegt wurde. Und ob Sternschanze, Wallgraben-Befestigungen oder Exerzierhaus der Kriegsmarine – auf dem Dänholm gibt es das alles. Heute hat er mit dem wenigen Betrieb, des Hafens, der 123 Einwohner, der Polizeistation, des Marinemuseums und des, teils geschlossene, Nautineums, eine verzauberte Stimmung. Die Ostmole des Hafens wird erweitert, neben mehr Liegeplätzen für Sportboote soll es einen Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe geben.

Weitere Informationen:

Kantine Längsseits

Zum Kleinen Dänholm 22

18439 Stralsund

Tel.: 03831 470167

https://sw-hst.de/


Öffnungszeiten:

Mo - Fr8:00 - 14:00 Uhr
Sa / So geschlossen


*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Stralsund: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Ebd.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Ostseebad Insel Poel
von Andreas Michael Werner
MEHR
Kesselmoore auf Usedom
von Ralph Kähne, Marina Kähne
MEHR
Hiddensee
von Gerhard Klein
MEHR
Die verbotene Insel
von Andreas Michael Werner
MEHR
Usedomer Achterland
von Ralph Kähne, Marina Kähne
MEHR

Insel Dänholm

Zum Kleinen Dänholm 22
18439 Stralsund

Detailansicht / Route planen

Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen