Meck-Pomm-Lese

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Unser Leseangebot

Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Kreptitzer Heide

Kreptitzer Heide

Sandra Pixberg

Hohe Dünen im Norden

Außerhalb des Sommers ist die Kreptitzer Heide oberhalb von Dranske ein Paradies für Fossiliensucher. Bernsteinjäger lieben es, zwischen dem angeschwemmten Seegras nach dem leichten, fossilen Harz zu fahnden. Bei Unsicherheit, ob es sich bei dem Fund um echten Bernstein handelt, kann man ihn in Süßwasser schwimmen lassen. Hat er ein „Seepferdchen“? Also – kann er schwimmen? Dann ist er echt. Sinkt er wie ein Stein zu Boden, ist er bestenfalls geschliffenes Glas.

Doch auch schwere Fossilien wie Donnerkeile, versteinerte See­igel und, mit Glück, kreisrunde Klappersteine können auf Spaziergängen am Strand der Kreptitzer Heide gefunden werden. Die weißen Feuersteine haben oft merkwürdige Formen, die die Fantasie anregen. Haben sie ein durchgängiges Loch in der Mitte, sind sie sogenannte Hühnergötter. Dem slawischen Glauben nach bewahrten sie, an einer Schnur am Stall aufgehängt, das Hausgeflügel vor bösen Einflüssen. Mehr noch: Den Hühnern ins Nest gelegt, sollten sie früher das Federvieh zu besseren Legeergebnissen anregen.

Die Dünen- und Magerrasenlandschaft in der Kreptitzer Heide ist zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes. Der Strand an diesem wilden Teil der Ostsee bietet nicht nur „Schatzjägern“ Fossilien. Bei Wind zu beinahe jeder Jahreszeit ist er ein Spotlight für Surfer und Kite-Boarder. Spazier- und Müßiggänger können sich in den Einbuchtungen der hohen Dünen vor Wind schützen. Und an milden Tagen ist er der wahrscheinlich schönste Strand Rügens.

Naturschutzgebiet Nordwestufer Wittow und Kreptitzer Heide

Kreptitz 1A

18556 Dranske



*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Rügen - 99 Besonderheiten der Insel, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Sandra Pixberg.

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