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Wilfried Bütow
Kennst du Heinrich Heine?

Kunstfertig in vielen Genres, geht Heine souverän mit den Spielarten des Komischen um, erweist sich als ein Meister der Ironie und der Satire und weiß geistreich und witzig zu polemisieren.
Doch hatte er nicht nur Freunde. Erfahre mehr vom aufreibenden Leben Heines, wie er aus Deutschland fliehen musste, in Paris die Revolution von 1830 erlebte und den großen Goethe zu piesacken versuchte.


Weihnachten bei Fritz Reuter

Weihnachten bei Fritz Reuter

Fritz Reuter

 

„In die eine Stube durften wir Kinder gar nicht, denn da saß meine liebe Mutter mit ein paar Näherinnen und nähte neues Zeug zu Weihnachten für uns Knaben und Mädchen. Dann und wann wurde mal einer von uns gerufen, und dann wurden ihm die Augen verbunden und Fausthandschuhe angezogen, und so wurde er hineingeführt in die verbotene Stube zum Anprobieren. Die Fausthandschuhe hatte meine Großmutter aufgebracht, seit meine Schwester Lisette einmal mit den Händen herumgegrabbelt hatte, um zu fühlen, aus welchem Zeug ihr neuer Rock gemacht werde. 'Nu kik de Deern!', sagte die Großmutter. 'Wat de Düvel klok is! Löv, dat wöllt wi Di verspurren!' und zog ihr Fausthandschuhe an, und seitdem wurde keiner mehr ohne Fausthandschuhe in die Stube hineingelassen.“

 

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Bildquelle: 

Vorschaubild: Selbstbildnis von Fritz Reuter von 1830 via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Textquelle:

Handelsmann, Heinrich: Weihnachten in Schleswig-Holstein, Kiel: Schwers’sche Buchhandlung, 1886.

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