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Eberhard Schmidt
Wohin in dieser Welt?
Der Maler Franz Radziwill
Biografie

Die erste Biografie über den berühmten Maler aus Dangast

Franz Radziwill (1895–1983) gehört neben Otto Dix und George Grosz zu den führenden Exponenten der Stilrichtung »Neue Sachlichkeit«. Sein umfangreiches Œuvre, das mehr als 850 Gemälde umfasst, ist mit dem Etikett »Magischer Realismus« versehen worden. Als visionärer Realist, dessen dramatische Bildwelt die Ambivalenz der Technik und die Zerstörung unserer natürlichen Umwelt zum Inhalt hat, ist seine Aktualität ungebrochen. Darüber hinaus hat er Gedichte und Prosatexte hinterlassen, ebenso Tagebücher, Briefe und Zeitungsartikel.
Eberhard Schmidt hat die wechselvolle Lebensgeschichte Franz Radziwills vor dem Hintergrund des katastrophengeschüttelten 20. Jahrhunderts in seiner aufwendig recherchierten Biografie detailreich rekonstruiert.

Karniner Eisenbahnhubbrücke

Karniner Eisenbahnhubbrücke

Mit der Eisenbahn zur Badewanne

Wer mit der Bahn Ende des 19. Jahrhunderts von Berlin nach Usedom wollte, fuhr über die Karniner Brücke. Selbst Heinrich Mann schwärmte von der komfortablen dreieinhalbstündigen Direktverbindung. Als Mitte 1911 auch noch Bansin an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, verfünffachten sich die Besucherzahlen. Jetzt war die „Badewanne Berlins“ in weniger als drei Stunden von der Hauptstadt aus erreichbar. Die finanzkräftigen Berliner zählten schon immer zu den wichtigsten Badegästen Usedoms. In den 30er Jahren war der Andrang der urlaubshungrigen Hauptstädter dann so groß, dass die Brücke modernisiert werden musste. Findige Brückenbauer machten bei dieser Gelegenheit aus ihr eine Hubbrücke, die wie ein Fahrstuhl funktionierte. Für die damalige Zeit war das ein sensationelles Prinzip. Ihre Gleise konnten in drei Minuten gehoben und wieder gesenkt werden. So konnten sowohl Schnellzüge als auch große Frachtschiffe die Brücke passieren. Diese geniale Technik fiel bei Kriegsende einem Sprengkommando der Wehrmacht zum Opfer, das den russischen Truppen den Weg abschneiden wollte. Nur der Hubteil der Karniner Brücke blieb übrig. Auch dieser sollte dann 1990 abgerissen werden. Eine Bürgerinitiative verhinderte dies. Seit einigen Jahren setzt sich ein Aktionsbündnis für den Wiederaufbau der Brücke und die Wiederherstellung der früheren Bahnstrecke ein. Inzwischen wurde auch der vom Verfall bedrohte Karniner Bahnhof restauriert und zu einem kleinen Museum und Restaurant umgestaltet.

Weitere Informationen:

Karniner Eisenbahnhubbrücke

Karnin Bugewitz

http://www.karninerbruecke.eu/

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Textquelle:

Kähne, Marina und Ralph: Usedom: 99 Besonderheiten der Insel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Kähne, Marina und Ralph; entnommen ebd.

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