Meck-Pomm-Lese

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Unser Leseangebot

Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

St. Marien-Kirche Stralsund

St. Marien-Kirche Stralsund

Sandra Pixberg

Über den Dächern der Stadt

Für jeden Tag eines Schaltjahres gibt es eine Treppenstufe. So kann man sich die Zeit vertreiben, während man die 366 Stufen auf einer schmalen Wendeltreppe hinaufsteigt. Nach etwa zwei Dritteln des Aufstiegs gelangt man bei einem Turmrundgang auf Sichtweite der drei mächtigen Glocken der Marienkirche. Die kleine, mit einem Gewicht von 1.360 Kilogramm, und die mittlere, mit 2.455 Kilogramm, wurden beide 1969 gegossen. Die große Glocke wiegt 5.000 Kilogramm und stammt aus dem Jahr 1663. Auch das imposante Tretrad mit einem Durchmesser von sieben Metern steht auf dieser Ebene. Nun geht es über Stiegen durch den Glockenraum hinauf. Heute erreicht der Turm mit seiner geschwungenen Barockhaube die beachtliche Höhe von 104 Metern. Das war ursprünglich anders: Der erste Bau der Turmspitze wurde um 1475 von dem HandwerkerJohannes Rose, seinem Meisterknecht Erik Sasse und fünf Gehilfen auf dem Neuen Markt vorgefertigt. Von Meister Rose ist überliefert, dass er nur eine Hand und an dieser nur zwei Finger gehabt hat. Für die Eindeckung des Gestühls brauchte man 30 Tonnen Kupfer. Der erste Turm ragte gotisch spitz in den Himmel und war mit 150 Meter Höhe ein idealer Ansteuerungspunkt für Seefahrer. 1932 erklomm Wolfgang Giertz zwei Nächte hintereinander den 104 Meter hohen Turm. Mit Leitern und Stricken ausgerüstet, kletterte der Junge nachts hinauf und befestigte ein Handtuch mit einem gemalten Totenkopf an der Spitze. Nur mit Mühe konnte man es entfernen. Die Presse feierte ihn als den „Helden von Stralsund“.

Weitere Informationen:

St. Marien-Kirche

Adresse:

Marienstraße 16

18439 Stralsund

Tel.: 03831298965

Internetauftritt: http://www.st-mariengemeinde-stralsund.de/


Öffnungszeiten:

Mo - Sa 9:30 - 17:30 Uhr
So 11:00 - 17:00 Uhr

*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Stralsund: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Ebd.

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