Meck-Pomm-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Meck-Pomm-Lese

Henner Kotte

Leipzig 99 Mal entdecken!

Leipzig ist Messe und Universität, Völkerschlacht und Kabarett. Es ist Heimstatt des Buchs, des Sports und der schwarzen Szene. Doch welche Menschen prägten die Stadt häufig im Verborgenen? Welche Geschichten verstecken sich hinter manch unscheinbarer Fassade? Welche Hymne singt der Leipziger seit 1989? Und wo trinkt er seinen Kaffee? Das und mehr ist nicht nur für Zugezogene neu. Henner Kotte zeigt in seinen vergnüglichen Betrachtungen, dass sich abseits ausgetretener Tourismuspfade, aber auch im Altbekannten noch viel Überraschendes finden lässt.

Unser Leseangebot
Kniepertor

Kniepertor

Sandra Pixberg

Das Tor der Würstchen-Hersteller

Seltsamerweise wurden offenbar in Stralsund zunächst einige Stadttore gebaut und danach erst die Stadtmauer. So ist das Fährtor, das heute nicht mehr existiert, 1278 entstanden. Die es umgebende Stadtmauer erst neun Jahre später, 1287. Diese Toranlagen, von denen es in Stralsund ursprünglich zehn gab, waren im Mittelalter nach außen hin mit einem eisenbeschlagenen Torflügel, einer Zugbrücke, einem Fallgatter und Sperrketten ausgestattet. Die Wehrhaftigkeit dieser Stadttore war kaum zu überbieten. Die Mehrzahl der Stadttore musste im 19. Jahrhundert dem Verkehr weichen. Der prächtige Schaugiebel des Semlower Tors wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, der Rest wurde 1960 unter starkem Protest vieler Stralsunder gesprengt. Bis heute erhalten geblieben sind das Kütertor und das Kniepertor. Das Kütertor, am Ende der Heilgeiststraße, trägt seinen Namen von den Handwerkern, die im Mittelalter hier wohnten. Küter waren Fleischer, die Innereien von Schlachtern kauften und weiterverarbeiteten. Das Tor wurde 1281 erstmals erwähnt. Die heutige Version stammt jedoch von 1446 und war ursprünglich mit Schiefer gedeckt. Das über zehn Meter breite und über zehn Meter tiefe Kütertor wurde bis 1862 unter anderem als Gefängnis genutzt. Nach dem Ausbau des Daches diente es Wohnzwecken. Das Kniepertor am Olof-Palme-Platz erhielt sein heutiges Aussehen im Wesentlichen im 15. Jahrhundert. Es überdauerte Abrisspläne in den 1870ern, im Gegensatz zu dem danebenstehenden Gebäude (Knieperstraße 14).

Weitere Informationen:

Kniepertor

Kütertor

Knieperstraße 9

18439 Stralsund

www.mv-trip.de


*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Stralsund: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Ebd.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Fischerdorf Wieck
von Gerhard Klein
MEHR
Wiecker Brücke
von Anette Huber-Kemmesies
MEHR
Insel Ummanz
von Sandra Pixberg
MEHR

Kniepertor

Knieperstraße 9
18439 Stralsund

Detailansicht / Route planen

Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen