Meck-Pomm-Lese

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Meck-Pomm-Lese

Martin Kulinna
Feste – Festivals
Riten und Wallfahrten/Rituals and Pilgrimages
Bildband
Mit Texten von André Meier

Berührende, atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen

Unsere Welt verliert rasant an Diversität. Multinationale Konzerne besetzen die Innenstädte und verwandeln sie in uniforme Einkaufs- und Vergnügungszonen. Und auch der Einzelne selbst hat sich längst diesem Egalisierungsgebot unterworfen. Martin Kulinna weiß, dass dieser Marsch in die Monotonie kaum zu stoppen ist. Aber gerade deshalb bereist er mit seiner Kamera beharrlich jene Orte, an denen kulturelle Vielfalt nicht nur behauptet, sondern auch tatsächlich gelebt wird. Seine Bilder zeigen uns Menschen, die sich gegen den globalen Trend stemmen, die an den Ritualen und Bräuchen ihrer Ahnen festhalten und sich mit ihren Kostümen, Tänzen und Gesängen stolz als eigenständige Wertegemeinschaft behaupten. Unter anderem werden Feste und Rituale in Bulgarien, Deutschland, Kuba, Litauen, Malta, Peru, Rumänien, Spanien und Teneriffa thematisiert.

Unser Leseangebot
Gotisches Giebelhaus  Stralsund

Gotisches Giebelhaus Stralsund

Sandra Pixberg

Kaufmannshaus zu DDR-Zeit gerettet

Unweit des Neuen Marktes steht in einer der Straßen, die zum Hafen hinunterführen, eines der letzten, vollständig erhaltenen mittelalterlichen Häuser von Stralsund. Der Giebel mit seinen klar voneinander abgesetzten Stufen, die sechs zweigeteilten Blenden und die spitzbogigen Luken stammen aus dem 14. Jahrhundert. Das Gebäude weist innen und außen die damals typischen Merkmale eines Kaufmannshauses auf, das den Händlern zum Wohnen, Speichern ihrer Waren und als Kontor diente. Von der Hofseite aus sieht man die kleinen Luken zu den Speicherböden in den oberen Geschossen. Das Erdgeschoss ist mit großen Fenstern ausgestattet, den sogenannten Luchten. Dahinter verbarg sich eine den gesamten Grundriss einnehmende Diele, die den Wohlstand des hanseatischen Kaufmanns anzeigte.

Darüber lagen die Privaträume, die – alles andere als luxuriös – kleine dunkle Buchten waren. In den Jahren 1970 bis 1978 sanierte der private Eigentümer Josef Wycisk (geb.1949) das Giebelhaus und rettete es frühzeitig vor dem Verfall. Im Sommerhalbjahr ist die Diele im Erdgeschoss mit der nachträglich 1687 eingebauten barocken Galerie und der kleine Hof meistens für Besucher geöffnet. Viele spannende Sammlermodelle wie die Votivschiffe, die von der Decke hängen, gibt es in dem Haus zu erkunden. Ist Josef Wycisk anwesend, lädt er, so gewünscht, Besucher zu einem kleinen Rundgang ein.

Weitere Informationen

Gotisches Giebelhaus

Adresse

Frankenstraße 28

18439 Stralsund

Internetauftritt: www.ostsee.de

*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Stralsund: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Ebd.

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