Meck-Pomm-Lese

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Eberhard Klöppel

Das Mansfelder Land 1974–1989
Bildband
Mit einem Text von Michael Birkner

Kaum ein Bildreporter hat so intensiv das Geschehen im Mansfelder Land beobachtet wie Eberhard Klöppel. Er begann schon früh zu fotografieren. In seinem Archiv gibt es Tausende Fotos vom Leben in seiner Heimat. Aber wichtigstes Thema waren für ihn Bergbau und Hütten – und vor allem die Menschen, die dort arbeiteten.

Klöppels Fotos zeigen nicht die vermeintliche Tristesse und Resignation, sondern vermitteln Leben. Nie agiert er als Regisseur, sondern konsequent als Beobachter, als Dokumentarist seiner Zeit. Er zeigt, wie es war in diesen Jahren im Mansfelder Land: Ob es der Umzug der Ausgezeichneten am 1. Mai ist, die Hochzeit mit Dreimannkapelle und den tanzenden Gästen, der von Frauen in Kittelschürzen umringte Kosmonaut Sigmund Jähn bei der Autogrammstunde, das Leben in der Mittelstraße in Helbra, das »Dreckschweinfest« der Grunddörfer zu Pfingsten oder auch der Wiesenmarkt in Eisleben.

Ralswiek

Ralswiek

Sandra Pixberg

Ein Silberschatz im Störtebeker-Hafen

Eine der ältesten bekannten Siedlungen Rügens liegt verborgen in einer Bucht im Großen Jasmunder Bodden. Früher gab es noch keine Verbindung zu Jasmund. Erst 1868 wurde der Bahndamm nach Lietzow fertiggestellt. Vorher war es gerade diese versteckte Lage mit Anschluss ans Meer, die Ralswiek attraktiv machte. Sturm konnte dem Hafen nichts anhaben, dennoch muss im Lauf der Geschichte mehrmals etwas sehr Einschneidendes passiert sein. Denn Archäologen hoben in den 1970er Jahren viele Fundstücke, die aufschlussreich waren. Sie belegen, dass Ralswiek früher ein wichtiger Hafen war. Spektakulär war die Hebung der Reste von vier slawischen Eichenschiffen aus dem 9. Jahrhundert. Doch damit nicht genug. In tieferen Schichten des Boddengrundes bargen sie ihren größten Fund: 1974 hoben Taucher einen Silberschatz, der 2.000 Dirhem enthielt. Dirhem war die arabische Währung in der Zeit zwischen 484 und 847 n. Chr. Offensichtlich wurden im vorindustriellen Zeitalter hier Waren mit arabischen oder anderen Händlern von auswärts getauscht. Damit war bewiesen, dass die Slawen von diesem hintersten Winkel Europas über Jahrhunderte hinweg internationalen Handel betrieben.

Auch heute ist Ralswiek beliebt. Schon tagsüber ziehen die Störtebeker-Festspiele viele Menschen an. Die Fischbrötchen vom Räucherschiff „Elbe“ sind zu empfehlen, die große Wiese davor eignet sich aber auch für ein mitgebrachtes Picknick. Achtung: Während der Spielzeit von Juni bis September wird Ralswiek täglich um 17 Uhr für den Autoverkehr gesperrt!

Weitere Informationen:

www.ruegen.de/ralswiek


*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Rügen - 99 Besonderheiten der Insel, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Sandra Pixberg.

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Ralswiek


18528 Ralswiek

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