Meck-Pomm-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Meck-Pomm-Lese
Unser Leseangebot

Rolf Mai

Brunzkachl
Ein München-Krimi

Ein München-Krimi mit Hendl und reichlich Gerstensaft

Kommissar Herbert Wamprechtshammer hat’s nicht leicht. Erst auf Reha dank Hexenschuss und jetzt auch noch eine Isarleiche. Dem Opfer wurden sämtliche Gliedmaßen fein säuberlich amputiert und das Herz bei lebendigem Leibe herausgeschnitten. Als sich zu der Leiche auch noch ein grausam zu Tode gefolterter Fitnesstrainer und eine verschwundene Finanzbeamtin gesellen, sind der Kommissar und seine Kollegen Theresa Gruber und Siegfried Leininger gefordert. Ein Serienmörder treibt sein böses Spiel in der Isarmetropole. Doch ohne ein gewisses Quantum an Münchner Gemütlichkeit, Bier und Hendl läuft beim »Berti« Wamprechtshammer gar nichts.

Ordnungsamt Stralsund

Ordnungsamt Stralsund

Sandra Pixberg

Entmachtung auf Kosten der Armen

Ein wahres Kuriosum ist im Ordnungsamt versteckt. Während der Öffnungszeiten (Mo, Di, Do, Fr 8–12 Uhr u. Di 13–18, Do 13–16 Uhr) kann man durch das Haupthaus in den stillen Innenhof gelangen. Zwischen hohen Fassaden steht hier die Kapelle St. Annen und Brigitten. Zu der Geschichte gibt es mehrere Versionen. Eine davon: Hans Bure spendete sein Haus 1480 „den armen Jungfrauen“, Nonnen des Augustiner-Ordens. Die Orden in der Stadt kümmerten sich unter anderem um sozial Benachteiligte. Diese mildtätigen Aufgaben wurden von der gehobenen Schicht traditionell mit Schenkungen und Spenden finanziert. So hatten beispielsweise das St. Johannis-Kloster, das St. Katharinenkloster und das St. Mariakron-Kloster des Birgitten-Ordens Bestand. Durch die Aufklärung des, 1523 auf der Flucht in Stralsund gestrandeten, Christian Ketelhot (1492–1546) bekannten sich die Mitglieder der Bürgerschaft und des Rates zum Protestantismus. Im Zuge der Neuordnung im Stralsunder Rathaus beorderte die Bürgerschaft 1525 die Armen in die Nikolaikirche, um diejenigen zu kennzeichnen, denen das Betteln erlaubt werden sollte. Aus einem Tumult heraus eskalierte die Situation und wurde zum Stralsunder „Kirchenbrechen“. Dabei wurden viele Klöster und Kirchen geplündert und beschädigt. Das Mariakron-Kloster wurde zerstört. Die Birgitten fanden Unterschlupf im St. Annenstift, weshalb die Kapelle heute als St. Annen und Brigitten bezeichnet wird. Da der Neubau der Kapelle (Anfang 16. Jahrhundert) nicht geweiht ist, können darin heute standesamtliche Hochzeiten beschlossen werden.

Weitere Informationen:

Ordnungsamt

Schillstraße 5–7

18439 Stralsund

*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Stralsund: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Ebd.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Ernst-Moritz-Arndt-Turm
von Sandra Pixberg
MEHR
Rathaus in Stralsund
von Gerhard Klein
MEHR
Steintor in Rostock
von Dörte Suhling
MEHR

Ordnungsamt Stralsund

Schillstraße 5–7
18439 Stralsund

Detailansicht / Route planen

Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen