Meck-Pomm-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Meck-Pomm-Lese
Unser Leseangebot

Natalie Gutgesell
Dora Hitz
Fränkische Künstlerin, rumänische Hofmalerin, europäische Avantgardistin
Ausstellungskatalog

Dora Hitz (1856–1924) gehörte als Protagonistin der Avantgarde zu den führenden Impressionistinnen Europas. Als erste Hofmalerin Rumäniens war sie der Königin, der international berühmten Schriftstellerin Carmen Sylva, eine enge Vertraute. Die Karriere der Künstlerin begann bereits in früher Kindheit als Tochter eines Zeichenlehrers in Mittelfranken. Ab ihrem dreizehnten Lebensjahr studierte sie in München und später in Paris am Montmartre. Sie lebte und arbeitete in der Bretagne, in London, in Dresden und schließlich vor allem in Berlin, wo sie den Gründungsmitgliedern der Secession angehörte. Zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Literatur und Wirtschaft zählten zu ihrem Freundeskreis.
Der Großteil ihrer Werke befindet sich heute in Privatbesitz. Schloss Peleș in Rumänien beherbergt mit zehn Wandmalereien die umfangreichste Sammlung an Werken der Künstlerin weltweit. Der Gemäldezyklus wird zum ersten Mal in seiner Gesamtheit und seinem Entstehungskontext veröffentlicht.

Renaissance-Portal Stralsund

Renaissance-Portal Stralsund

Sandra Pixberg

Aus Italien importiert

Backsteingotik verbindet man mit Stralsunds Altstadt, aber Renaissance? Das Wort ist aus dem Französischen „renaissance“ entlehnt und bedeutet Wiedergeburt. Gemeint ist heute eine europäische Kulturepoche in der Zeit des Umbruchs zwischen Mittelalter und Neuzeit. Nachdem viel Wissen und Tradition der europäischen Geschichte im Mittelalter verloren gegangen war, bemühte man sich in der Renaissance um eine Rückbesinnung auf die griechische und römische Antike. Der scherzhafte Begriff „griechisch-römisch“ beschreibt die Ästhetik der da entstandenen Bauten wohl am besten. Ihren Ursprung hat die Renaissance in Italien, doch sie schaffte es Ende des 16. Jahrhunderts bis in die Hansestadt. Das Portal an dem Haus in der Jacobiturmstraße wirkt nicht nur wie vorgebaut. Das denkmalgeschützte traufständige Gebäude stammt aus dem Mittelalter. Das Haus ließ der Kaufmann und Ratsherr Peter Bavemann errichten. Er nutzte den nördlichen Teil des Wohnhauses als Festsaal mit Kamin, der mittlere Teil war „Wagenhaus“. Erst sein Schwiegersohn Cord Bestenböstel ließ nach Umbauten 1580 von außen zwei Portale einfügen, wovon eins vollkommen zerstört, das andere vollkommen erhalten geblieben ist. Es ist kunstvoll gerahmt mit kannelierten, ionischen Säulen auf hohen Postamenten. Gekrönt wird es von einem flachen Dreiecksgiebel mit gerahmtem Doppelwappen. Die mittlere Reliefplatte aus Terrakotta zeigt die Anbetung der Heiligen Drei Könige. 1725 erwarb der Kaufmann Johann Victor Ehlers das Haus, ihm gehörte bereits das Haus in der Badenstraße 13, in dem heute die Stadtbibliothek zu finden ist.

Weitere Informationen:

Renaissance-Portal

Jacobiturmstraße 32

18439 Stralsund

*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Stralsund: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Ebd.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Ordnungsamt Stralsund
von Sandra Pixberg
MEHR
Ehemaliges Pfarrhaus
von Sandra Pixberg
MEHR
Ständehaus in Rostock
von Dörte Suhling
MEHR

Renaissance-Portal Stralsund

Jacobiturmstraße 32
18439 Stralsund

Detailansicht / Route planen

Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen