Meck-Pomm-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Meck-Pomm-Lese
Unser Leseangebot

Jürgen Jankofsky
Dezember-Crash
Eine Geschichte

Eine spannende Alltagsgeschichte

»Dezember-Crash« setzt die »Anna«-Reihe Jürgen Jankofskys, die internationale Aufmerksamkeit erlangte, mit veränderten Mitteln fort. Das Buch bildet zugleich den Abschluss einer über einen größeren Zeitraum entstandenen Jugendbuch-Trilogie, zu der noch »Ein Montag im Oktober« (1984) und »Novembertau« (1999) gehören – beide Bände werden ebenfalls in Kürze wiederaufgelegt. Um Toleranz und Gerechtigkeit geht es und wie man es in Angriff nimmt, sich auf die Suche nach Verbündeten macht und es womöglich sogar schafft, dass die Welt eine bessere wird.

Sakristei in Altenkirchen

Sakristei in Altenkirchen

Sandra Pixberg

Ein Slawengott im Christenhaus

Nur auf Rügen hatten sich die Ranen über lange Zeit erfolgreich gegen die Christianisierung zur Wehr gesetzt. Sie gehörten zu den slawischen Stämmen, die im 7. Jahrhundert aus dem Osten das gesamte Gebiet zwischen Oder und Elbe besiedelt hatten. Erst 1168 schafften es die Dänen, die Ranen zu besiegen. Diesen Sieg deutete das Kriegervolk so, dass der Christengott über ihre Naturgötter erhaben war, und deshalb ließen sie sich innerhalb von Stunden von dem neuen Glauben überzeugen.

Der dänische Mönch Saxo Grammaticus beschrieb die Eroberung des Sonnentempels am Kap Arkona so haarklein, dass man bis heute „live“ dabei sein kann. Das hölzerne Abbild des vielgesichtigen Gottes Svantevit zerhackten und verbrannten die Ranen noch vor Ort. Alsbald begannen Dänen und Handwerker in Altenkirchen mit dem Kirchbau, heute eins der wenigen romanischen und das zweitälteste Gotteshaus von Rügen. Die kunstvollen Friese am romanischen Chor der Dorfkirche zeigen, dass sich die Erbauer von den Dänen den Umgang mit Backstein zeigen ließen. Rund 30 Jahre vergingen, bis die Kirche fertig war. Wie an vielen anderen Orten auch steht sie als Überbauung auf einer slawischen Kultstätte. Wahrscheinlich handelte es sich um einen slawischen Begräbnishügel.

In der Sakristei der Kirche befindet sich am oberen Rand des Feldsteinsockels ein Stein mit einer slawischen Figur mit übergroßem Trinkhorn eingeritzt, der Priesterstein oder Svantevitstein. Die Seitenlage des Steins symbolisierte wohl die Überlegenheit des Christentums.

Adresse und Kontakt

Evangelische Kirchengemeinde Altenkirchen & Wiek

An der Kirche 1

18556 Altenkirchen

Tel.: 038391 / 366

www.kirche-altenkirchen-ruegen.de




*****

Textquelle:

Pixberg, Sandra: Rügen - 99 Besonderheiten der Insel, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Sandra Pixberg.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Kulturkirche St. Jakobi
von Sandra Pixberg
MEHR

Sakristei in Altenkirchen

An der Kirche 1
18556 Altenkirchen

Detailansicht / Route planen

Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen