Meck-Pomm-Lese

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Unser Leseangebot

Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Wanderung um den Mümmelkensee

Wanderung um den Mümmelkensee

Ralph Kähne
Marina Kähne

Intaktes Hochmoor und Postkartenmotiv

Das kleinste, aber vielleicht geheimnisvollste Naturschutzgebiet Usedoms ist das Areal um den Mümmelkensee. Es liegt etwa drei Kilometer von Bansin entfernt. Dabei handelt es sich um ein Hochmoor mit einem tiefen Rest-See in seinem Herzen.

Der Mümmelkensee ist ein Produkt der jüngsten Eiszeit. Er bildete sich, als ein Gletscher dort einen Eisblock quasi einfach liegen ließ. Nach dem Abschmelzen entstand eine Senke, in der sich während der letzten 20.000 Jahre ungestört das Moor entwickeln konnte. Während anderswo Moore abgetorft oder für landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt wurden, hat der Mensch den Mümmelkensee weitestgehend in Ruhe gelassen. Gut so. Seltene Sumpfpflanzen wie Calla, Sonnentau und gelbe Teichrose – niederdeutsch „Mummel“, daher auch der Name des Sees – haben sich in dieser unberührten Natur angesiedelt. Weil Moore nährstoffarm sind und es vor allem an Stickstoff fehlt, müssen sich die Gewächse jedoch einiges einfallen lassen, um nicht zu verhungern. So fängt zum Beispiel der Sonnentau mit seinen klebrigen, verführerisch glitzernden Tröpfchen Insekten, die sich leichtfertig niederlassen, und verdaut sie ungerührt.

Das direkte Betreten des Moores ist wegen der seltenen Sumpfpflanzen und zum persönlichen Schutz zwar nicht erlaubt. Wie bei jedem Moor besteht auch dort abseits der Wege die Gefahr zu versinken. Dennoch lohnt eine halbe Umrundung des Sees auf jeden Fall, denn von der anderen Uferseite locken herrliche Postkartenmotive.

Weitere Informationen:

Mümmelkensee

17429 Heringsdorf

http://www.outdooractive.com/de/wanderung/usedom/u...

*****
Textquelle:

Kähne, Marina und Ralph: Usedom: 99 Besonderheiten der Insel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Kähne, Marina und Ralph; entnommen ebd.

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17429 Heringsdorf

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