Die Stadt Usedom ist slawischen Ursprungs und wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Sie liegt zwischen Peenestrom, Achterwasser, Usedomer See und kleinem Haff. Wer sie von Westen aus durch das Anklamer Tor betritt, der durchschreitet das einzige noch erhaltene von ehemals drei Stadttoren. Von der Stadtmauer ist leider kaum noch etwas erhalten. Dafür versprüht der Marktplatz mit seinem Rathaus und der imposanten Marienkirche immer noch viel mittelalterlichen Charme.
In den Sommermonaten weiht der „Schließer vom Stadtkerker“ historisch Interessierte bei einer Stadtführung in die Geheimnisse der alten Handels- und Handwerkerstadt ein. Alternativ kann man auch in der Heimatstube am Anklamer Tor in die Historie eintauchen. Wenn man die Stadt Usedom auf eigene Faust erkundet, sollte man auf keinen Fall den Usedomer See vergessen. Eine Umrundung ist eine gute Möglichkeit, den Ort kennenzulernen sowie in Kultur und Natur zu schwelgen. Mit etwa drei Stunden für die 12 Kilometer lange Runde erfordert sie aber auch einiges an Kondition. Der See ist fast vollständig von Wiesen umschlossen. An einigen Stellen ist das Gras kniehoch. An der schmalsten Stelle gibt es eine etwa 50 Meter breite Verbindung zum Haff. Hier endet die kaum befahrene Straße. Wanderer müssen sich darüber allerdings keine Sorgen machen. Eine private Personenfähre in Form eines kleinen Ruderbootes verbindet Ost- und Westklüne miteinander. Auch eine Fahrradmitnahme ist möglich, wenngleich etwas abenteuerlich.
Weitere Informationen:
Stadt Usedom
Stadtinformation Usedom
Bäderstraße 5
17406 Usedom
Tel.: 038372 / 70890
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Textquelle:
Kähne, Marina und Ralph: Usedom: 99 Besonderheiten der Insel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.
Bildquelle:
Fotografien: Kähne, Marina und Ralph; entnommen ebd.